Leseprobe Das Buch der Weisheit ( Buch 1 )

Hier mal eine kleine Leseprobe ( Da viele User mehr lesen wollten, habe ich nun die nächste Seite hinzugefügt ;) hoffe sie gefällt euch )

Das Ende vom Anfang

Es handelt sich hierbei um eine Leseprobe aus meinem ersten Buch Kapitel 1 Seite 2-5.

Ein grauer Schleier aus Regen hing über den verschneiten Ruinen einer alten Stadt und verwandelte die jungfräuliche Schicht aus glänzendem Puderschnee in einen Sumpf aus Schneematsch und von den Wänden der ehemaligen Häuser abblätternden Putz. Eine Gruppe von vier Männern, allesamt in weißen Rüstungen gehüllt, einer mit einer silbernen Rüstung, überquerte gerade die Überreste eines Hofes, als ein kurzer, aber gut vernehmbarer Ton durch die Gasse pfiff, woraufhin die vier Soldaten erstarrten und mit der Umgebung verschmolzen. Wenn auch von vielen, aufgrund ihrer auffälligen Farbe verschmäht, boten die weißen Rüstungen im verschneiten Umfeld des Hofes eine perfekte Tarnung. Der hinterste der vier Soldaten gab ein leises Stöhnen von sich, >>Dreck verdammter, ich hab vergessen es auf Vibration zu stellen<<.

Stefan, der Leiter dieses Kommandos begriff auf was der Ton zurückzuführen war, drehte sich um und gab dem Soldaten einen Schlag mit dem Kolben seines Gewehrs >>Bist du noch ganz klar? Wenn das jetzt jemand gehört hat sind wir aufgeschmissen und wir können...<< Martin sah nun auf ein glänzendes, rundes Gerät, dass in seiner Hand lag und unterbrach Stefan >>Es ist der General!<<. Er nahm das Gerät, drückte einige Tasten und wie aus dem nichts kam eine kleine Person aus dem Apparat >>General, das Hologrammsignal scheint hier gut zu sein, gibt es Neuigkeiten?<< Das Hologramm sprach mit ein paar seltsamen Hintergrundtönen. >> Soeben habe ich eine Nachricht der Aschajt bekommen. Sie sagten, dass sie sie gefunden haben - man hat ihre Frau gefunden, ist das nicht toll?<< Der Soldat griff nach seinem Helm zog ihn herunter und schaute verdutzt, danach wischte er seinen Schweiß von seinem Gesicht und sagte mit leicht stockender Stimme >>Ja, aber ich dachte, sie wurde bei der Bombardierung getötet. Sie war doch mitten in der Einschlagzone, wie konnte sie überleben?<< Der Mann kniete nieder und fing vor Freude an zu weinen. Dann kam ein anderer Soldat zu ihm und tröstete ihn >>An deiner Stelle würde ich so schnell wie möglich zu ihr gehen und nicht soviel fragen. Es gleicht an ein Wunder, dass sie noch lebt, so viele wurden getötet.<< >>Du hast recht, Will, aber ich kann doch nicht.<<

Bevor er zu Ende sprechen konnte fiel ein Soldat hin und ein zweiter prüfte seinen Puls >>Er ist tot, wir sind ihn einen Hinterhalt geraten. Wir müssen so schnell wie möglich hier weg. Sergeant! SERGEANT!!! STEFAN!!!!!<< Der Mann blickte auf, schrie dann:

>>Waffen entsichern und bereit machen! Wir hauen hier so schnell ab, wie möglich.<< Dann fielen Schüsse, aber keine, die viele von uns kennen, sondern aus reiner Energie.

Eine ganze Armee von teils menschlichen, teils metallartigen Wesen kamen auf sie zu gerannt und feuerten mehr solcher - ja was war das eigentlich?! - es war eine Art Laser, nennen wir sie einfach Blaster - ab.

>>Das sind sie, sie werden uns alle töten!<<, sagte einer der Soldaten mit zittriger Stimme. >>Alle Männer Rückzug, Rückzug!! Wir müssen zu den Panzerbären - sofort!<<

>>Sir, wir werden es nicht alle schaffen, sie haben eine Frau, gehen sie mit den anderen - wir halten sie solange auf wie möglich<<, sagte ein anderer Soldat. >>Aber...<<

>>Nichts aber - LOS! LOS! LOS!<< >>Danke, das werde ich nie vergessen.<< >>NUN LOS, SOFORT!! Alle Mann FEUER, FEUER, FEUER, gebt ihnen FEUERSCHUTZ.<<

Und so rannten Stefan und ein paar andere Soldaten in die entgegengesetzte Richtung. Sie hörten immer wieder Schreie sterbender Soldaten, doch hin und wieder auch einen Freudenschrei.

Dann flogen kurz über ihrem Köpfen kleine Ein-Mann-Flieger hinweg. Einer der Soldaten sagte >>Das sind sie, das ist die Freie Republikanische Armee, hoffen wir, dass sie noch rechtzeitig mehr Soldaten mobilisieren können. Sonst wird das schwierig für uns.<< >>Nur Mut Soldat, eines Tages werden wir diese Kreaturen besiegen. Das versichere ich ihnen.<<

Dann piepste wieder dieses Gerät für das Hologramm, nennen wir es Holocron. Stefan machte das Holocron wieder auf und sagte >>Sir, es war ein Hinterhalt. Wir wurden überrannt, einige unserer Männer sind gerade dabei, uns soviel Zeit wie möglich zu verschaffen. Wir sind auf dem Weg zu den Panzerbären.<< >>Gut, gut passen sie auf sich auf. Ich will sie lebend hier haben alle von Ihnen. Verstanden?<< >>Ja, Sir.<<

Und so liefen sie mehrere Stunden im Schnee. Man hörte immer noch Schüsse und so waren die Soldaten noch in der Hoffnung, dass ihre Kameraden überleben würden. Es war schon dunkel, als sie zu einer alten Festung kamen - oder es war zumindest mal eine Festung, nun waren es nur noch Teile einer Ruine. Diese Ruine war wahrscheinlich von einer der Bomben ihn diesen Zustand gezwungen worden. >>Wir sollten hier übernachten<< sagte Stefan. Mit einem komischen Gefühl in der Magengegend liefen die Soldaten zu einem etwas besser gebauten Haus, das wohl nicht so starke Schäden davon gezogen hatte. Einer der Soldaten blieb stehen und schaute sich um. >>Ich kenne diese Ruine<<, sagte er.

>>Ich war hier schon einmal. Damals war ich in der fünundzwanzigsten Division. Wir hatten den Auftrag, diese Gegend zu erforschen um etwaige Feinde aufzuspüren . Damals wurden wir auch in einen Hinterhalt verwickelt. Ich weiss noch genau, wo wir gelagert haben. Es war etwa fünfhundert Meter entfernt in einer kleinen Höhle.<< Stefan machte die Tür des Hauses auf. >>Haltet eure Waffen bereit.<< Und im gleichen Moment sprang ihm ein weißer Wolf entgegen. Aber entgegen aller Erwartungen, wollte der Wolf ihn nicht zerfleischen, sondern er leckte sein Gesicht vor Freude ab.

>>Anscheinend hat dieser Wolf auf sie gewartet, Sir<<, sagte einer der Soldaten, worauf dann sofort alle anfingen zu lachen. Einer der Soldaten sagte >>Diesen Wolf kenne ich, er gehört zu der Spezialeinheit fünfzehn Punkt drei. Man sagte mir, sie könnten sogar wie wir Menschen sprechen, aber ich habe das<< Bevor er den Satz zu ende sprechen konnte, schaute der Wolf ihn an und was dann passierte, ließ alle erschaudern. Der Wolf öffnete sein Maul und dann sprach er, entgegen aller Erwartungen. >>Wir können sehr wohl sprechen. Eure Wissenschaftler haben erstaunliches geschafft. Sie haben zwar eine Weile gebraucht, aber sie haben es geschafft. Aber sie haben auch etwas anderes geschafft. Sie haben eine Art Maschine, mit dieser sie es vollbracht haben, eure Seelen sichtbar zumachen und zwar in Gestalt von Tieren.<< Die Soldaten schauten sich verwundert gegenseitig an.

>>Wenn das stimmt, dann wird unser aller Wunsch in Erfüllung gehen. Nach Jahrhunderten könnten wir wieder unsere Seelen sehen.<< Die Männer stimmten ihm zu. Es war früh am Morgen, als Stefan von einer in schwarzen Kleidern gehüllten Figur aufgeweckt wurde. Diese sagte anschließend mit einer verzerrt klingenden Stimme >>Ego unus amicus. Habere metus.<<

Stefan erschrak trotz der Botschaft, die so viel wie ich komme in Frieden bedeutete, konnte aber einen Schrei unterdrücken. >>Ich kenne diese Sprache, sie wurde von einigen der Jallas während der Bürgerkriege benutzt. Ich dachte Damals wurden alle ausgelöscht?<< >>Non cuncti solum valde valde multo.<<

>>Könnt ihr auch unsere Sprache? Denn mein Jallasisch ist nicht mehr das beste.<< Die Gestalt nahm seine Hand und zog ihn aus dem Haus. Anschließend sagte sie >>Is max bellum.<< >>Natürlich wird es Krieg geben, wir bereiten uns schon seit Jahren vor.<< Die Gestalt schüttelte den Kopf.

>>Non hic, in multos multos annus. Is fieri plus cum aliquando obire. Et is fieri unus mortuus religio mortales rursus videre.<< Stefan drehte sich um, um zu schauen ob jemand zuhörte. Danach wollte er die Gestalt noch etwas fragen, aber da war sie auch schon wieder weg, ohne Fußspuren zu hinterlassen.

Es war noch nicht hell - wahrscheinlich war es gerade Mitternacht - also legte sich Stefan hin, um weiterzuschlafen. Doch aus irgendeinem Grund konnte Stefan nicht aufhören, an die Worte der fremden Person zu denken. Er fragte sich immer und immer wieder, was diese Person gemeint hatte mit einem Krieg in vielen Jahren.

Er war zwar jung, aber immerhin schon zwanzig Jahre alt und nach diesem Krieg würde er sehr wahrscheinlich schon sehr alt sein.

Aber trotzdem kam im das komisch vor. Irgendwann in der Nacht schlief Stefan dann doch ein. In dieser Nacht träumte er von den Vorfällen des Tages, dem Angriff auf seine Männer, der Begegnung mit dem sprechenden Wolf, von dieser schwarzen Gestalt und von der Nachricht, dass seine Frau noch lebte. Letzteres brachte ihn noch Tage später zum Nachdenken, denn er selbst hatte erlebt, wie die Bombardierung begann.

Er selbst hatte mehrere von den Städten die diese Mischwesen aus Mensch und Maschine eingenommen hatten bombardiert, er wusste, dass, wo diese Bomben einschlugen, nach Jahren noch kein Gras mehr wachsen würde. Wie konnte dann seine Frau, oder besser Freundin, überlebt haben? Wenn diese Wesen sie nicht getöten hatten, dann die Bomben. Doch im selben Augenblick, als er über das alles nachgedacht hatte, fiel im wieder das Gespräch mit einem sehr alten Mann ein.

Wie hatte er noch mal gesagt? Die, die für eine freie Welt kämpfen, werden länger leben als alle andere. Und um das Böse zu vernichten, müssen alte Kräfte freigesetzt werden. Einer alten Legende zufolge gab es in einem entfernten Land einen Drachen, der das Wissen der Welt in sich trug.

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